Deutsche Erstausstrahlung: 03.01.2005 BR-alpha

    Die fünf Sinne der Menschen sind ihr Fenster zur Welt. Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen – die Sinne wirken zusammen, um ein präzises, vielfältiges und ständig neues Bild der Umwelt zu vermitteln. Dabei nehmen die Sinnesorgane Reize auf, die erst im Gehirn sortiert und interpretiert werden und zu einer individuellen Wahrnehmung zusammenwachsen. Das Verarbeiten von Sinneseindrücken ist damit ein sehr subjektiver Prozess, der aber gleichzeitig von unserer kulturellen Herkunft und auch von gesellschaftlichen und technischen Veränderungen stark geprägt wird.

    Auch die sinnliche Wahrnehmung hat deshalb eine Geschichte. Doch die Sinne unserer Kinder verkümmern, so eine häufig geäußerte Feststellung: Stadtleben, klimatisierte Räume, virtuelle Welten – ist die Geschichte der Neuzeit eine Geschichte vom Verlust der Sinne? Was lässt uns Schönheit in der Kunst, der Musik, im Design erkennen? Was schmeckt uns? Welchen Geruch finden wir angenehm – und wie individuell unterschiedlich sind diese Empfindungen tatsächlich? Diese 4-teilige interdisziplinäre Reihe taucht in die Welt der Sinne ein. Dabei wird der Bogen von den neuesten Erkenntnissen aus der Hirnforschung bis hin zur Kunst, Geschichte oder Erziehung gespannt, vom ersten Entfalten der Sinne beim Säugling bis hin zum Schwinden der Sinne bei Krankheit oder im Alter. (Text: 3sat)

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