Die Stadt und die Macht

    Die Stadt und die Macht

    D 2015
    Deutsche Erstausstrahlung: 12.01.2016 Das Erste

    Als Bürgermeisterkandidatin der CDP nimmt die engagierte Rechtsanwältin Susanne Kröhmer (Anna Loos) den scheinbar aussichtslosen Kampf gegen den populären Regierenden Bürgermeister Manfred Degenhardt (Burghart Klaußner) von der SDU auf, der die deutsche Hauptstadt in einer großen Koalition regiert. Nach dem gewaltsamen Tod des korrupten Bauunternehmers Oliver Griebnitz kommt es zur Auflösung der großen Koalition, doch die konservative Partei scheint bei den anberaumten Neuwahlen chancenlos gegen den mächtigen Degenhardt zu sein.

    Susanne Kröhmer sieht sich allerdings in der Pflicht und ergreift gegen den Wunsch ihres Mannes Maik (Stephan Kampwirth) die Chance, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, um den Bürgern Berlins die Verantwortung für ihre Stadt zurückzugeben. Dies bringt die idealistische Anwältin jedoch in Konflikt mit ihrem Vater Karl-Heinz Kröhmer (Thomas Thieme), der als mächtiger Fraktionsführer der Konservativen durch zahlreiche Intrigen mit dem Regierenden Bürgermeister Degenhardt verbunden ist. Bis zur bevorstehenden Wahl hat Kröhmer nur sechs Wochen Zeit, um das Blatt zu wenden. Kröhmer wendet auf Anraten von Spindoktor George Lassnitz (Martin Brambach) vermehrt fragwürdige Methoden an, um ihrem Ziel näher zu kommen – was sich zerstörerisch auf ihre Beziehung zu Maik auswirkt. Für ihre Chance auf Erfolg muss Susanne immer mehr riskieren – ihre Integrität, ihre Ideale und ihre Lebenspläne. Im Kampf um den härtesten Job der Stadt ist sie sogar bereit, ihr privates Glück aufs Spiel zu setzen.

    In den sechs Folgen soll vom Ringen um die Macht erzählt werden, sowie von dem persönlichen Preis, den Politiker im Dickicht der Hauptstadtpolitik zahlen, wenn Spindoktoren dafür sorgen, dass die Verpackung die Inhalte deformiert. Auch die Alltagswelt der Medien, die das öffentliche Bild der Politiker bestimmen, wird beleuchtet – sowie der Alltag der Politiker, die dieses Bild je nach Situation bedienen oder sich dagegen wehren müssen. (Text: GR)

    Die Stadt und die Macht – Kauftipps

    Die Stadt und die Macht – Community

    toms am 18.01.2016 19:04: Hallo, ich möchte gar nicht weiter groß auf die Serie eingehen - nur soviel: für uns als Krimifans (vorallem aus Skandinavien) war es eine kurzweilige Abwechslung. Aber man hat ja auch so seine 3 bis 5 deutschen Schauspiellieblinge - und da war Martin Brambach wieder ein Volltreffer, oder? Die Mimik allein schon - Hammer. Die Klamotten, die er raushaut - voll auf ihn zugeschnitten. Allein schon die Rolle lohnt, um die Serie zu schauen. Da verzeihe ich auch den putzigen Akzent und die seltsame Frisur. Der Mann reißt einfach alles raus. Absolut top - ich verneige mich - DANKE dafür.
    Hardenberg am 13.01.2016 11:11: Ich mag Polit-Serien, in denen es um die Ränkespiele der Macht geht, natürlich verfolge ich House of Cards, natürlich habe ich auch Borgen gesehen, das, bei allen inhaltlichen Kritikpunkten, gut war, wenn auch ein wenig überschätzt; immerhin der Versuch einer Serie, mal fern der Krimi- oder Kuschel-Thematik Akzente zu setzen. Bei "Die Stadt und die Macht" hatte ich mir etwas in Richtung "Die Affäre Semmeling" versprochen, das zwar inhaltlich ebenfalls nicht unangreifbar war, aber doch dramaturgisch großartig komponiert und mit erstklassigen Schauspielern besetzt. All das hat "Die Stadt und die Macht" bisher leider nicht zu bieten. Die Handlung wirkt banal, die Figuren eindimensional, und viele der Schauspieler, auch jene, von denen wir wissen, dass sie es können, bleiben blass. Vor allem Anna Loos enttäuscht auf ganzer Linie: Wenn sie in ihrer Rolle politisch argumentiert, klingen ihre Worte auswendig gelernt. Auch Thieme und Klaußner bleiben klar unter ihren Möglichkeiten. Ich vermute, dies ist der Regie und dem Buch anzulasten. Diese Serie reißt leider nicht mit. Da wäre mehr möglich, da wäre mehr wünschenswert gewesen. Dass Fromm es kann, hat er spätestens mit "Weissensee" mehr als deutlich unter Beweis gestellt. Ich wünsche mir für die Zukunft eine MUTIGE Politserie aus Deutschland, die versucht, Realitäten in einem mitreißenden fiktiven Format darzustellen, die es vor allem auch nicht nötig hat, die großen Pateien hinter leicht veränderten (und blöden) Buchstabenkürzeln zu verstecken, sondern sie mit CDU und SPD beim Namen nennt, und sich nicht in endlos eingestreuten Rückblicken auf frühkindlichen Familiendramen erschöpft.

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    Cast & Crew

    Dies und das

    Sechsteilige Drama-Serie, die als Politthriller, packendes Familiendrama und Sittenbild der deutschen Hauptstadt beschrieben wird.