Die Pawlaks

    Die Pawlaks

    Eine Geschichte aus dem Ruhrgebiet

    D 1982
    Deutsche Erstausstrahlung: 28.09.1982 ZDF

    Man schreibt den Frühsommer des Jahres 1872. Gustav Bollkamp, Obersteiger auf der Zeche Morgenrot in Westfalen, reist nach Masuren, um mit verführerischen Versprechungen die Tagelöhner von den östlichen Feldern als Bergarbeiter in die westlichen Bergwerke zu locken. Von der Aussicht auf ein Paradies getrieben, macht sich auch die Familie Pawlak, die zu den zahllosen Tagelöhnerfamilien gehört und die von Ihrem Gutsherren nur ausgebeutet werden, auf den Weg ins Ruhrgebiet. Doch die Masuren werden von den Bergleuten mit Ablehnung empfangen.

    Die Handlung basiert auf dem Hintergrund der sozialen Kämpfe während des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71, nach dem im Ruhrgebiet ein wirtschaftlicher Boom und eine enorme Nachfrage nach Kohle einsetzte. (Text: Euro Video)

    Die Pawlaks – Kauftipps

    Die Pawlaks – Community

    PietS (geb. 1958) am 28.09.2013: Seltsam , das diese Serie bisher nur so wenig Fans hat. Viel schlechter als die " Rote Erde " Mehrteiler finde ich das nicht ! Ich vermisse solche Serien heutzutage , die die Verhältnisse der Menschen im 19. Jahrhundert ,- (Beginn der industriellen Revolution) ,-bis Anfang des 20. Jahrhundert wiedergeben . Insbesondere die Verhältnisse des kleinen Mannes ( Arbeiter ), das damalige Elend , das auch weitere Folgen für die deutsche Geschichten hatte . Es ist einfach nur bedauernswert , das solche Serien heutzutage nicht mehr gemacht werden . Geschichte in Verfilmungen von persönlichen Schicksalen zu zeigen ist wirklich rar geworden in der Fernsehlandschaft . Dabei müsste eigentlich sowas auch zum Bildungsauftrag der öffentlich rechtlichen Programme gehören , -nicht nur Dokumentationen ! Aber auch bei den Dokumentationen wird der Schwerpunkt leider immer wieder auf Hitler und den 2. Weltkrieg gelegt . Die Zeit davor kommt leider zu kurz , vor allem im Film, die die Lebensumstände der kleinen Leute zeigen
    Claus (geb. 1960) am 03.09.2003: Jau, da wurden de Mänschän im Ruhrpott so gezeicht, wie se nun wirklich nich sind. Ährlich Läute, 'ne Pulle Bier und 'n Büttercken war'n auf jeden Fall untahaltsamma als diese Pawlaks.

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Eine Geschichte aus dem Ruhrgebiet. 12 tlg. dt. Historienserie von Otto Jägersberg, Regie: Wolfgang Staudte.

    Die verarmte Tagelöhnerfamilie Pawlak wird in Masuren von Baron von Gottberg (Dieter Wagner) ausgebeutet. Vater Johann Pawlak (Hannes Kaetner) sieht eines Tages nur noch die Chance, nach Amerika auszuwandern und dort sein Glück zu suchen. Seine Frau Magdalene Maria (Katharina Tüschen), die Söhne Karl (Dietrich Adam) und Jeremias (Claus Obalski), Tochter Judith (Anemone Poland) und die Großmutter (Johanna Hofer) lässt er in Masuren zurück.

    Man schreibt das Jahr 1872, und das Ruhrgebiet hat als Folge des Deutsch-Französischen Kriegs einen enormen Aufschwung genommen. Der Tagebau boomt, die Nachfrage nach Kohle ist groß, doch die Bergarbeiter wollen mehr Lohn und streiken. Der Baron ist an einer Zeche beteiligt, deren Direktor sein Schwiegersohn Alfons Krechting (Wolfgang Höper) ist. In dessen Auftrag wirbt der Steiger Gustav Bollkamp (Ralph-Jürgen Misske) mittellose masurische Familien an, auch die Pawlaks, die für einen Hungerlohn gezielt als Streikbrecher eingesetzt werden sollen. Bevor es dazu kommt, stirbt die Großmutter während einer Geisterbeschwörung, und Karl gibt dem Baron die Schuld, den er deshalb niederschlägt. Horatio (Bobby Prem), der mit seinem Vater verkrachte Sohn des Barons, verhilft Karl zur Flucht und gibt sich als dessen Bruder aus. Gemeinsam kommen sie ausgerechnet in Krechtings Zeche unter, wo sie als Streikbrecher von den Kollegen nicht sonderlich freundlich empfangen werden. Allmählich gewinnt Karl den Durchblick, erkennt die Ausbeutung, freundet sich mit den Ideen der Sozialdemokraten an und beginnt sich politisch und gesellschaftlich zu engagieren.

    Der 90 minütige Pilotfilm lief am Dienstag, die 45 minütigen Folgen samstags um 19.30 Uhr.