Die Lederstrumpf Erzählungen

    Die Lederstrumpf Erzählungen

    D/F 1969 (Bas de Cuir)
    Deutsche Erstausstrahlung: 25.12.1969 ZDF

    4-tlg. dt.-frz. Abenteuerfilm von Pierre Gaspard-Huit und Walter Ulbrich nach den Romanen von James Fenimore Cooper, Regie: Jean Dréville.

    Der weiße Natty Bumppo (Hellmut Lange), wegen seiner Kleidung Lederstrumpf genannt, schließt sich einer Gruppe von Mohikanern an. Er und der junge Chingachgook (Pierre Massimi) werden gute Freunde, und gemeinsam bekämpfen sie feindliche Indianer. 18 Jahre später ist Lederstrumpf kurzzeitig Kundschafter im Dienst der britischen Krone. Chingachgook ist der letzte Mohikaner, nachdem alle anderen Mitglieder seines Stammes umgebracht wurden. Die beiden Freunde werden sesshaft, handeln mit Hirschhäuten und jagen selbst. Sie verteidigen andere Indianer gegen die Weißen, die immer weiter in deren Land vordringen und es besiedeln. Am Ende ziehen Nat und Chingachgook immer wieder der Sonne entgegen, weiter auf der Suche nach neuen Abenteuern.

    Drehbuchautor Walter Ulbrich machte aus fünf Cooper-Romanen vier Fernsehfilme. Dabei übernahm er Der Wildtöter, Der letzte Mohikaner und Die Prärie, die Romane 3 und 4 (Die Ansiedler und Die Pfadfinder) fasste er zum dritten Teil Das Fort am Biberfluss zusammen. Die Hauptdarsteller Lange und Massimi wurden zu Stars.

    Die spielfilmlangen Folgen liefen an den Weihnachtstagen und am anschließenden Wochenende nachmittags mit großem Erfolg. (aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier)

    gezeigt bei Hit-Woch

    Die Lederstrumpf Erzählungen – Kauftipps

    Die Lederstrumpf Erzählungen – Community

    Fred Mahr, Kreis Kronach (Oberlangensta (geb. 1960) am 17.12.2015 17:16: Lederstrumpf ist eine Kultserie die leider sehr selten im TV zu sehen ist! Meine Videokasetten werde ich in "Ehren" aufbewahren! Sehr gute Schauspieler, Handlung, sowie wunderschöne Natur, bringen die Vergangenheit ins Wohnzimmer. "Danke Helmut Lange u. seinem Team"!!!!! Kult ist auch " die Schatzinsel " , die ich mir immer ansehen werde!
    BerndMetz (geb. 1983) am 23.05.2015: 3 Sat sendet die Komplette Serie am 25.05.2015 (Pfingstmontag)
    Wiederpunsch am 16.11.2013: Habe heute gelesen, dass Pierre Massimi, Darsteller des Chingachgook im Oktober mit 78 verstorben ist. Das tut mir sehr leid. Ich habe ihn und H. Lange in der Serie immer gern gesehen und bedauere es sehr, dass die Serie heutzutage kaum mehr gezeigt wird. Stattdessen werden wir mit geistlosen Telenovelas überfrachtet. Ich frage mich, ob die Jugendlichen von heute die Folgen überhaupt je gesehen haben.
    klaus (geb. 1964) am 14.08.2011: Helmut Lange wurde auf die Rolle des "Lederstrumpf" reduziert, wie er selbst sagte. Seine Rollen in den Durbridge-Krimis und in anderen "Gassenhauern" der Fernsehanfangszeit des Nachkriegsdeutschland sind jenen in Erinnerung, für die das Internet kein Mitteilungsforum ist. Jeder, der früher schwarz-weiss "fern"sah, wurde durch die legendäre TV-Vierteiler in andere Welten katapultiert. Die Geschichten sind vor allem ein Spiegel der Erinnerung an unsere eigene Kindheit und Jugend, die ... geht und in uns lebendig bleibt, wie jede gute Geschichte, die wir jemals geleseh, gesehen, erlebt haben. Uns alle eint die gleiche Idee, eine ähnliche Erinnerung, ... unser Leben.
    P. Baumstark (geb. 1964) am 24.01.2011: Ich habe gerade die Meldung gelesen, dass Helmut Lange mit 87 Jahren nach langer Krankheit verstorben ist. Als Lederstrumpf wird er in meiner Erinnerung weiterleben.

    Cast & Crew

    Dies und das

    Nat (Hellmut Lange) hat das Tal seiner Heimat verlassen und will in grenzenloser Freiheit leben. Bei einem Zusammenstoß mit den Mohikanern kommt Lederstrumpf, so nennen ihn die Indianer, an den Marterpfahl.

    Millionen Zuschauerherzen werden höher schlagen, wenn während der Feiertage die Abenteuer des Lederstrumpfs über die Bildschirme flimmern. Nur einer wird diese Indianergeschichte mit gemischten Gefühlen betrachten: Hellmut Lange, der schon als kleiner Junge diese Wild-West-Story des 18. Jahrhunderts buchstäblich verschlang.

    „Nichts gegen mein Kinderbuch, aber nach den Erfahrungen, die ich bei den Dreharbeiten in Rumänien machte, könnte ich diese Kapitel eigentlich nur so überschreiben: Nie wieder Lederstrumpf!

    Ich bin bestimmt kein weicher Bursche, doch was ich bei diesen Aufnahmen erlebte, widerfuhr mir nicht einmal bei den Mammutserien „John Kling“ oder „Salto Mortale“.

    Wochenlang gab es kein warmes Essen. Die Hotelzimmer waren eiskalt und naß. Ich habe heute noch Rheuma, weil meine Lederstrumpfstiefel nicht imprägniert waren und sich im Laufe des Tages mit Wasser füllten. Warme Wäsche mußte ich mir in München besorgen lassen. Sogar das Schießen wurde zu einem Kunststück. Von sechs Platzpatronen ging nicht eine los, weil sie feucht waren.

    Bei den stundenlangen Proben mit den schweren Packsätteln handelte ich mir eine Zerrung ein, die mir so viel Schmerzen bereitete, daß ich eine ganze Nacht lang weinte, am anderen Morgen auf den Knien zum Telefon kroch und mich anschließend im Flugzeug nach Hause bringen lassen mußte.“

    (Funk Uhr 51/1969, S.11)

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