Alternativtitel: Elternschule

    Reihe des Bildungsfernsehens, die zeitweise auch unter dem gekürzten Titel Elternschule lief.

    Die Serie brachte Eltern etwas über ihre Kinder bei, als diese schon im Bett waren. Sie behandelte Fragen der Erziehung, erklärte, wie sich frühkindliche Erlebnisse auf die Entwicklung der Persönlichkeit auswirken, befasste sich mit dem richtigen Spielen und einer sinnvollen Ernährung und leistete Hilfestellung zur Sexualaufklärung, weil Deutschland 1970 anscheinend von einer Sex- und Pornowelle überrollt wurde – wie auf jeden Fall zu lesen war. Das war natürlich ein heikles Thema, da musste Intendant Karl Holzamer sicherheitshalber ein Vorwort sprechen. Hinterher bemängelten Kritiker, die Sendung sei zu prüde, zu wissenschaftlich, konzeptionslos und gar fehlerhaft gewesen.

    Zu den Autoren der Reihe gehörten Dr. Karl Erich Graebner, Kurt Goldberger, Inge von Bönninghausen, Paul Bielicki und Hannelore Meyer.

    Die halbstündigen Folgen wurden zunächst staffelweise am späten Abend, ab 1972 schon nachmittags ausgestrahlt. Unter dem Titel Elternschule liefen im gleichen Zeitraum auch zehnminütige Informationsbeiträge in den Dritten Programmen. (aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier)

    Die Fernseh-Elternschule – Community

    Peter Thomas Suschny (geb. 1962) am 02.05.2008: Keine Ahnung, ob die deutsche und die österreichische "Elternschule" ident war, bei uns lief das jedenfalls ebenso 1975 im Fernsehen mit "Leihopa" Alfred Böhm und Lotte Ledl, beide spielten die typischen Eltern, die immer zuerst ihre Kinder maßregelten, selten zu ihnen hielten und dann kam - das ist typisch für die 70er gewesen! - ein Psychologe ins Studio, der erzählte, was zu tun sei und wie man es richtig macht, natürlich wurden den Kindern auch Ratschläge gegeben, aber selten streng, der Geist der legendären 68er hatte hier vieles zum positiven bewegt, auch auf Legasthenie wurde in den Schulen lansgam Rücksicht genommen und wer eine Mutter hat, die in den 1930ern Schulkind war und noch als Linkshänderin gezwungen wurde, mit "der schönen Hand" zu schreiben, der kann ermessen, welche Fortschritte die Schule schließlich doch noch genommen hat (und wer selber 3 Kinder hat, weiß, wie viel moderne sie in den weiten Jahrzehnten geworden ist. Beste Grüße PTS