Die Elsässer

    Die Elsässer

    F/D 1996 (Les Alsaciens – ou les deux Mathilde)
    Deutsche Erstausstrahlung: 11.10.1996 arte

    Dieser Vierteiler ist eine der größten europäischen Fernsehproduktionen der 90er Jahre. Er erzählt die Geschichte einer elsässischen Industriellenfamilie und des Dorfes Alsheim zwischen 1870 und 1953, über drei Kriege hinweg. Es ist zugleich die Geschichte einer Region: des Elsass, der „schönen Provinz“ mit einer ruhmreichen Vergangenheit. Diese Gegend wurde durch die Geschichte und Rivalität der zwei Großmächte Deutschland und Frankreich geprägt, die sich lange Zeit als „Erbfeinde“ ansahen. Daher war das Elsass Jahrhunderte lang Schauplatz von Konflikten, zerrissen zwischen zwei Kulturen und zwei Nationen. Innerhalb eines Jahrhunderts hat das Elsass viermal seine Nationalität wechseln müssen: Nach dem dreißigjährigen Krieg unter Ludwig XIV. französisch geworden, blieb es ab 1870 fast fünfzig Jahre lang deutsch. 1918 gehörte es wieder zu Frankreich, ab 1940 zu Deutschland, um schließlich 1944 wieder endgültig französisch zu werden. (Text: arte)

    Die Elsässer – Kauftipps

    Die Elsässer – Community

    Konstantin Wagner am 03.10.2008: Endlich - wie lange habe ich darauf gewartet. Die DVD zu dem Mehrteiler mit Sebastian Koch erscheint Mitte November 2008 bei ARD Video.
    unbekannt am 26.01.2006: Ein hervorragender Film der in 4 Teilen gesendet wurde. Sehr gute Schauspieler. Ein Film der uns unsere französischen Nachbarn im Elsass näher bringt.

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    4-tlg. frz. Familiensaga von Henri de Turenne und Michael Deutsch, Regie: Michel Favart (c; 1996).

    Die Geschichte einer Industriellenfamilie im elsässischen Alsheim von 1870 bis 1953. Mathilde (Cecile Bois; später: Aurore Clement), die Tochter des reichen Eisenbahnwaggonherstellers Baron Eugène-Victor Kempf (Jean-Pierre Miquel), heiratet den Grafen Charles de la Tour (Jacques Coltelloni). Charles fällt im Deutsch-Französischen Krieg. Der gemeinsame Sohn Louis (Julien Lambroschini) heiratet Frederike (Irina Wanka), die Tochter des preußischen Hauptmanns Edwin von Wismar (Sebastian Koch; später: Manfred Andrae), und bekommt mit ihr die Söhne Karl (Mathias Paul) und Edouard (Sébastien Tavel; später: Serge Dupre). Im Ersten Weltkrieg kämpft Karl Kempf de la Tour für den deutschen Kaiser und Edouard für die Franzosen. Karl fällt in Verdun. Edourd kommt zurück ins Elsass, mit ihm Albert Laugel (Maxime Leroux; später: Thibault Rossigneux), ein Nachfahre des Alsheimer Wirts. Albert heiratet Katel (Caroline Treska) und engagiert sich in einer Separatistenbewegung. Edouards Sohn Louis-Charles (Stanislas Carré de Malberg) ist dagegen von der neuen deutschen Politik nach 1933 fasziniert und kämpft im Zweiten Weltkrieg für die Wehrmacht. Katel wird gefangen genommen, unter dem Namen Mathilde, und nimmt sich das Leben.

    Parallel zur Familiengeschichte wird die Geschichte des Elsass geschildert. Die spielfilmlangen Teile liefen am späten Abend. Die Elsässer erhielten den Grimme-Preis 1997.