Deutsche Erstausstrahlung: 29.04.1968 ARD

    8 tlg. dt. Familienserie von Fritz Eckhardt, Regie: Bruno Voges.

    Die Entwicklung der Familie des Schneidermeisters Hans Nägele (Willy Reichert) und seines Betriebs von 1900 bis 1968. Er zieht vom Dorf Degeringen nach Stuttgart, macht Karriere und wird im Ersten Weltkrieg Hoflieferant. 1923 taucht sein unehelicher Sohn Karl Schüntler (ebenfalls Willy Reichert) auf, der später den Betrieb übernimmt und aus der Maßschneiderei eine Fabrik macht. 1944 stirbt Karl, und Wilhelm Nägele (auch wieder Willy Reichert), der Bruder des Firmengründers Hans, der in Degeringen eine kleine Tonwaren- und Gartenzwergherstellung betreibt, wird Haupterbe des Familienbesitzes und soll sich um den einzigen Nachkommen des Firmengründers, den vierjährigen Urenkel Hänsle (Willy … oh, nein: Kai Göppert und später Eric Jahn) kümmern. Mit seinem aus der Gefangenschaft zurückgekehrten Sohn Alfred (Willy Seiler) nimmt er nach dem Krieg die Gartenzwergproduktion wieder auf, kann aber zunächst noch nicht die alte Textilfirma Nägele wieder betreiben. Im Wirtschaftswunder nimmt die Firma einen ungeahnten Aufschwung, Alfred leitet sie nach einigen Wirren allein, muss aber gelegentlich auf das Wissen von Wilhelm zurückgreifen.

    Der damalige Südfunk-Direktor Horst Jaedicke übernahm persönlich eine Rolle in der Serie: Er spielte einen betrügerischen Buchhalter, der entlassen wird. Willy Reichert konnte aber auch wirklich nicht alle Rollen selbst spielen.

    Die Folgen waren 60 Minuten lang. (aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier)

    Die Chronik der Familie Nägele auf DVD

    Die Chronik der Familie Nägele – Community

    Bauer, M. (geb. 1962) am 05.06.2006: Auch wir warten schon lange vergeblich auf Wiederholungen der "Chronik der Familie Nägele", der "Schwäbischen Geschichten" oder der Häberle & Pfleiderer-Klassiker. Bedauerlich, daß sich die SWR-Verantwortlichen für diese Highlights nicht begeistern können und umso erstaunlicher das Ganze, wenn man betrachtet, wie die Hessen ihre "Hesselbachs" und die Bayern ihr "Königlich Bayr. Amtsgericht" erfolgreich vermarkten.
    Andrea A (geb. 1961) am 26.12.2005: Seit einigen Jahren ist nun die "die Chronik der Familie Nägele" nicht mehr ausgestrahlt worden. Schade!!! Meine Videokasetten haben in den Jahren leider an Glanz verloren. Ich bin mit Willi Reichert "aufgewachsen" und ich vermisse die früher meist jährliche Wiederholungen um die Weihnachtszeit. Heute kommen meist nur noch Gewalt und Horrorfilme und das zu Weihnachten. Ich kann nur hoffen dass die Erben von Fritz Eckardt sich erweichen lassen und die Filme nochmals freigeben.
    Karl-Heinz (geb. 1962) am 24.03.2005: Laut SWR soll Ende 2005 eine DVD der Serie "Die Chronik der Familie Nägele" erscheinen! Das wäre natürlich Klasse!
    Monika (geb. 1960) am 22.12.2004: Ich fände es auch super wenn die "Chronik der Familie Nägele" mal wieder gesendet werden würde. Ebenso wie viele Filme mit Willy Reichert die doch langsam, wie ich meine, in Vergessenheit geraten. Ich denke, es gibt kaum einen 20 - 30jährigen dem Willy Reichert ein Begriff ist !!! - Auch wenn es ein Schwabe ist. Im Fernsehen gibt es zu viele Action- und Gewaltfilme - selbst zu Weihnachten!!!!! Lieber mal ein wenig Wortwitz als immer nur Mord und Todschlag !!!
    Harald (geb. 1955) am 26.11.2003: Die Chronik einer schwäbischen Schneiderfamilie - zuerst irgendwo in Württemberg, nach einem Umzug in Stuttgart - reicht von der Gründerzeit bis in die Wohlstandsjahre von 1965. Da Willy Reichert die Hauptrolle spielte, mußte mit Kunstgriffen dafür gesorgt werden, daß er immer als alter Mann dabei sein konnte (nach dem Tod des Seniorchefs, dessen Sohn im 1. Weltkrieg fällt, nimmt ein Vetter die Rolle des Firmenchefs an). Die Familiensaga zeigte mir menschlich anschaulich den Weg Wurttembergs von der Königszeit über den 1. Weltkrieg, die "goldenen" 20er Jahre, Weltwirtschaftskrise, Naziherrschaft, 2. Weltkrieg, Besatzungszeit, Wiederaufbau bis zum Wirtschaftswunder. Schwarz-weiß und vielleicht an bißchen angestaubt, aber immer noch sehenswert (sollte sich der SWR zur Wiederausstrahlung durchringen, womit aber nicht zu rechnen ist, denn Dialekt - auch in Form des dem Hochdeutschen angenäherten Honoratiorenschwäbischs - ist leider verpönt).

    Cast & Crew

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