Der Schattenmann

    Der Schattenmann

    D 1996
    Deutsche Erstausstrahlung: 01.01.1996 ZDF

    5 tlg. dt. Politthriller von Dieter Wedel.

    Um den Mord an seinem Partner aufzuklären, schleicht sich der verdeckte Ermittler Charly Held (Stefan Kurt) in das Imperium des angesehenen Geschäftsmanns Jan Herzog (Mario Adorf) ein, den er für den Verantwortlichen hält. Herzog ist der Drahtzieher des organisierten Verbrechens in Frankfurt, der u. a. krumme Geschäfte mit Innenminister Hans Möllbach (Günter Strack) macht. Held tarnt sich als Karl von Hellberg. Der Ex-Polizist Erich „King“ Grobecker (Heinz Hoenig) wird sein Chauffeur und Bodyguard. Herzogs Freundin ist die Sängerin und Nachtclubbesitzerin Michelle Berger (Maja Maranow); Fritz Gehlen (Heiner Lauterbach) ist Herzogs rechte Hand.

    Mit Gehlens Freundin Barbara Sattler (Jennifer Nitsch) lässt sich Held ein, um seine Tarnung zu perfektionieren. Das zerrüttet seine Ehe mit Anneliese (Julia Stemberger). Helds Vorgesetzte Kilian (Alexander Radszun) und Droegel (Florian Martens) stehen anfangs hinter seinen Ermittlungen, lassen ihn jedoch fallen, als die Staatsanwaltschaft wegen Rauschgiftgeschäften gegen ihn zu ermitteln beginnt. Vor diesem Hintergrund fühlt sich Hellberg in Herzogs Diensten immer wohler, von dem er mittlerweile als hervorragender leitender Mitarbeiter geschätzt wird. King warnt ihn, doch Hellberg hört nicht auf ihn. Schließlich gehen ihm aber doch die Augen auf, und er kehrt auf die Seite des Guten und zu seiner Frau zurück.

    Wedel beschäftigte sich unterhaltsam, aber ernsthaft mit dem Thema organisierte Kriminalität und zeichnete ein sehr düsteres Bild von der Macht der Verbrecher und der Hilflosigkeit der Ermittler. Sein Film stützt sich auf die Aufzeichnungen des ersten verdeckten Ermittlers, der in Deutschland eingesetzt wurde. Dessen Einsatz endete damit, dass er sich vor Gericht verantworten musste.

    Die fünf spielfilmlangen Folgen, deren Produktion 18 Millionen DM kostete, liefen sehr erfolgreich innerhalb von zehn Tagen zur Primetime. Der Schattenmann wurde 1997 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. (aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier)

    Der Schattenmann auf DVD

    Der Schattenmann – Community

    Michael Heinze (geb. 1956) am 13.11.2011: Der Schattenmann war ganz großes Kino, spannend bis zur letzten Minute. Ich Pfeife auf Hollywood wir können das besser. Dieter Wedel einer unserer besten Regisseure . Kennt ihr die Krimis von Andreas Franz ? Das wäre genau der Stoff für Dieter Wedel
    Carsten S (geb. 1980) am 01.06.2011: Den Drehort mit der Totenkatze kenne ich , der ehr wurde bei uns auf und neben dem Grundstück Gederht.
    Evelyn (geb. 1949) am 09.09.2010: Hi, mir fehlt auch bei der Aufnahme das Ende. Haben Sie schon Antwort bekommen und würden Sie mir diese mitteilen. Habe auch das ZDF angeschrieben, aber keine Antwort bekommen. Evelyn
    nf am 31.08.2010: Hilfe, bei meiner Aufnahme von Sonntag fehlen die letzten Minuten. Wer kann mir sagen, was passiert ist, nachdem Held und Herzog sich auf dem Friedhof trafen? Ich würde mich über einen detaillierten Bericht sehr freuen! DANKE
    Gerhard (geb. 1963) am 15.05.2010: Die beiden Krimi-Mehrteiler "Der Schattenmann" und "Der Räuber mit der sanften Hand" gehören für mich zu den besten Krimis, die das deutsche Fernsehen in den letzten 20 Jahren zustande gebracht hat. Mit Hochspannung habe ich 1995 und 1996 im Fernsehen verfolgt wie der verdeckte Ermittler ins Mafia-Milieu rutscht (Schattenmann) und der Bankräuber Dennery über einen so langen Zeitraum den deutschen Staat austrickst und sich mit den Millionen im Süden sonnt (Räuber mit der sanften Hand). Meines Wissens basieren beide Krimiserien auch auf realen Eriegnissen, zumindestens die Dennery-Story. Leider sieht es im deutschen Fernsehen mittlerweile düster aus was solche mitreißenden Krimis angeht. Die einzigen, die noch an so großes Fernsehen herankommen waren "Blackout - Die Erinnerung ist tödlich" wo es um die Berliner Türkenmafia und korrupte Polizei und Politker geht und jüngst natürlich "Im Angesicht des Verbrechens" wo Dominik Graf ganz hervorragend die Russenmafia in Berlin portraitiert und Korruption rund um das Berliner LKA zeigt. Bleibt zu hoffen, dass sich das deutsche Fernsehen auf solche Glanzstücke zurückbesinnt und weitere solche Meisterleistungen bringt, denn dieser Einheitsbrei der vergangenen Jahre war mehr als nervig.

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    Cast & Crew

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