Das rote Quadrat

    Das rote Quadrat

    D 2000–2003
    Deutsche Erstausstrahlung: 07.12.2000 Das Erste

    Die ARD-Reihe präsentierte Hintergründe spektakulärer Bilder und versuchte zu klären, was hinter einzelnen Momentaufnahmen steckt, die in den Medien verbreitet werden.

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Dokumentationsreihe.

    Das rote Quadrat deckte die Hintergründe und größeren Zusammenhänge hinter Nachrichtenbildern auf, die um die Welt gegangen sind. Der Hessische Rundfunk wollte solche Aufnahmen dem kurzen Moment des Entsetzens entreißen und genauer hinschauen und mit der Reihe ein Bremskeil in der Bilderflut sein.

    Besonderes Aufsehen erregte der Film Drei Kugeln und ein totes Kind. Wer erschoss Mohammed al Dura? von Esther Schapira. Der zwölfjährige Junge, der am 20. September 2000 im Gaza-Streifen in den Armen seines Vaters starb, war zum Symbol der Unmenschlichkeit geworden, mit der die israelischen Besatzer gegen die Palästinenser vorgehen. Schapira kam nach gründlichen Recherchen zu dem Ergebnis, dass es sehr unwahrscheinlich war, dass der Junge tatsächlich von einer israelischen Kugel getötet wurde. Weitere Filme beschäftigten sich z. B. mit dem Absturz eines äthiopischen Flugzeuges 1996 vor der Küste der Komoren und der Selbstverbrennung eines PKK-Anhängers.

    Die Filme der Reihe wurden mit vielen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, der Redaktionsleiter Georg M. Hafner erhielt stellvertretend für das Team 2002 den Adolf-Grimme-Preis. Trotzdem wurde die Reihe, die staffelweise in loser Folge lief, wegen zu geringer Zuschauerzahlen eingestellt.