Captain Power

    Captain Power

    CDN 1987–1989 (Captain Power and the Soldiers of the Future)
    Deutsche Erstausstrahlung: 12.06.1989 RTLplus

    Diese Serie spielt im Jahr 2147. Der Krieg zwischen Mensch und Maschine endete zu Ungunsten der Menschheit. Der Anführer der Maschinen, Lord Dread, selbst halb Mensch – halb Maschine, führt sein Regime im Stile des dritten Reichs. Sein Ziel ist es die Menschheit zu digitalisieren und in unsterbliche Roboterkörper einzusetzen. Eine kleine Gruppe von Soldaten, angeführt von Jonathan Power, haben sich das Ziel gesetzt diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen. Diese Soldaten, die „Soldiers of the Future“, verfügen über spezielle Kampfrüstungen, mit denen sie gegen einen schier übermächtigen Feind antreten, um die Menschheit zu retten.

    Diese Serie wurde 1987 in Kanada produziert und war als eine Kindersendung angedacht, da sie vom Spielzeugriese Mattel (He-Man) finanziert wurde. Jedoch setzte diese Sendung Maßstäbe in vielerlei Hinsicht. Damit ist nicht nur der Einsatz von damals äußerst modernen CGI Techniken gemeint, die auch noch nach heutigen Standards annehmbar erscheinen, sondern vor allem die komplexe Handlung, die in Kindersendungen der 80er Jahre (auch teilweise in der heutigen Zeit) nicht zu finden war, die es auch noch schaffte ein älteres Publikum anzusprechen, obwohl die Serie in den USA am Wochenende in den Morgenstunden gesendet wurde (oder wie in Deutschland im Spätabendprogramm). Schon allein dieses Zukunftsszenario, gepaart mit gutem Science Fiction und Drama, überzeugte auf ganzer Linie. Story Editor war J. M. Straczynski (Babylon 5, Spider-Man Comics), unterstützt wurde er von illustren Namen wie M. Reaves (Batman & Robin Cartoon, Star Trek), L. DiTillio (Akte X, Babylon 5), M. Wolfman (Teen Titans & Spider-Man Comics) oder C. Marx (Spider-Man und seine erstaunlichen Freunde/5000, Turtles). Ebenfalls für damalige Verhältnisse ungewöhnlich wurde die Serie von Beginn an auf vier Staffeln ausgelegt und schreckte auch nicht vor dem Tod eines beliebten Charakters in der letzten Folge der ersten Staffel zurück.

    Dieses Konzept, das heutzutage in jeder guten SciFi Serie zu finden ist, wurde aber Ende der 80er Jahre von Elternbewegungen und den Medien in den USA in der Luft zerrissen. Einerseits wegen des Digitalisierens von Menschen, das dem Töten von Menschen gleichgesetzt wurde, und andererseits wegen dem Spielzeug, das eine gewisse Interaktivität der Zuseher während der Sendung möglich machte und somit als zu kommerziell abgestempelt wurde. Obwohl die Zuschauerquoten ausgezeichnet waren und die Spielzeug-Linie (immerhin war diese Serie ursprünglich nur zum Verkauf von Spielzeug gedacht) nicht floppte (was nach dem Sturm der Entrüstung zu erwarten war), drehte Mattel überraschend während den Dreharbeiten zur zweiten Staffel den Geldhahn zu. (Text: Strangefan)

    Captain Power – Kauftipps

    Captain Power – Community

    space-man (geb. 1964) am 24.07.2012: In USA ist Ende 2011 endlich die gesamte Serie auf DVD erschienen in einer schönen Box, natürlich nur auf englisch.
    In Deutschland sind bisher leider keinerlei DVD's der tollen Serie nicht erschienen. Jedoch gab es in den 80er und 90er Jahren diverse Videocassetten, zunächst ein Filmzusammenschnitt der gesamten Serie, danach diverse Vidoes mit diversen Episoden. Werden teils auch bei ebay oder auch amazon angeboten, sind aber dort meist nicht billig.
    Übrigens: die beiden digital erzeugten Kreaturen der Serie hiessen Soaron und Blastarr.
    marxn (geb. 1983) am 18.11.2011: Geil...war noch richtig jung und kann mich kaum an die Serie erinnern. N Kumpel von mir ist 1 Jahr jünger als ich und meinte, ich hätte voll nen Knall und Cäptn Power wäre ein Hirngespinst. Aber ich wollte das nicht wahrhaben, wobei ich selten so früh wach war und außerdem wars bei mir erst 91/92, wo ich die serie frühs gesehen habe. Auf jeden Fall hatte ich die Animationen in ziemlich crasser Erinnerung, besonders so nen "Silbernen Eisenadler". Storymäßig hab ich da nix mitbekommen damals, aber optisch fand ichs geil.
    -Juergen- (geb. 1983) am 18.07.2011: Ich hab die Serie zum ersten Mal gesehen als wir einige Tage bei Varwannten übernachteten... Wir hatten selbst noch kein RTL (Plus). Als Kind bin ich immer am Wochenende früh aufgestenden und habs mir immer heimlich angeschaut.

    übrigens ist das mein erster Beitrag hier, und ich bin froh das es solch ein Forum gibt!

    Power ON
    Winchester (geb. 1977) am 04.02.2008: Hab die Serie damals als 12jähriger heimlich morgens um 5Uhr geschaut.
    kerstin (geb. 1977) am 11.07.2007: hallo Leute,
    diese Serie weckt kindheitserinnerungen bei mir.
    ich weiß noch als ich 9 oder 10 war habe ich die serie immer heimlich angeschaut. Bei meinen Großeltern, da wir selber noch kein RTL 2 hatten. Wäre echt klasse, wenn es die Serie auch als Video oder DVD geben täte. Aber selbst zum runterladen habe ich noch nichts gefunden.
    Bis dann

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    22 tlg. US kanad. Jugend-Science-Fiction-Actionserie von Gary Goddard und Tony Christopher (Captain Power And The Soldiers Of The Future; 1987).

    Wir schreiben das Jahr 2146. Captain Jonathan Power (Tim Dunigan) und seine Leute, die Guten, kämpfen gegen den Cyborg Lord Dread (David Hemblen) und seine Leute, die Bösen.

    Die Produktion war teils Realserie, teils computeranimiert und der größte Albtraum aller halbwegs friedliebenden Eltern: eine Kindersendung, die nicht nur davon handelte, dass Figuren einander abknallen, sondern zu der es vom Serienproduzenten Mattel Plastikwaffen zu kaufen gab, mit der die lieben Kleinen in einem fünfminütigen interaktiven Teil der Sendung selbst auf den Schirm ballern durften und sollten. Entsprechend massiv waren die Proteste von Eltern und Kritikern. Als sich die Spielzeuge in den USA nicht entsprechend verkauften, setzte Mattel die Serie vorzeitig ab.

    RTL zeigte die halbstündigen Folgen zunächst montags um 19.20 Uhr, später an verschiedenen Tagen frühmorgens. Hinter der Serie stand auch J. Michael Straczynski, der später mit Babylon 5 deutlich vorzeigbarere und erfolgreichere Ergebnisse produzierte.

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