Betty Boop

    Betty Boop

    USA 1932–1939 (The Betty Boop Show)

    So waren sie, die Mädchen der 20er Jahre, jedenfalls die mutigen – und die anderen wären sicher gern so gewesen. So wie Betty Boop: hübsch, keß, ein bißchen verrucht und ziemlich emanzipiert. Die Mütter dieser Mädchen waren noch im langen Kleid zum Schwimmen gegangen, sie aber zeigten auch auf der Straße viel Bein. Abends vor dem Spiegel übten sie zynische Posen und gingen dann mit dem Teddybär zu Bett.

    Betty Boop wurde von dem Trickfilm-Pionier Max Fleischer ersonnen und kam 1928 in die Kinos, ein modernes Kind ihrer Zeit, und Zeichner Max Fleischer ließ sie immer mit der Zeit Schritt behalten. 1934 erschien Henry Millers „Wendekreis des Krebses“, ein damals in seiner Freizügigkeit schockierendes Buch. Das Thema Sex in der Kunst war aktuell. Gleich nutzte Fleischer die Gelegenheit, die strengen Sittlichkeitsregeln des amerikanischen Films zu verspotten. Betty tritt in einer Revue auf und wechselt auf der Bühne ihr Kostüm – natürlich hinter einem Wandschirm. An dem aber hängt sie einen kleinen BH auf, während sie gleichzeitig frech und augenzwinkernd um die Ecke sieht … (Text: Hörzu 29/1985, S. 30: "Die First Lady des Zeichentrickfilms")

    Betty Boop auf DVD

    Betty Boop – Community

    Säsch (geb. 1973) am 04.11.2011: Also gestern und vorgestern liefen einige BB-Cartoons und zwar auf dem Sender Anixe zwischen 4:30 und 6:00, nur unterbrochen durch Film- und DVD-Werbung. Das ganze nennt sich laut Programm "Navigator". Ich schau auch heute nacht mal wieder rein
    Anna (geb. 1988) am 15.01.2004: gibts bei h&m nich auch unterwäsche von betty boop??
    Roman (geb. 1986) am 23.07.2003: Betty Boop war ne scharfe lady. Hab ich voll gern geschaut! Die Folge in der sie die eier einmal holen sollte.......... fand ich klasse! leider kann ich mich nicht mehr genau daran erinnern. Das kam auch schon mal in den frühen Neunzigern auf Kabelkanal oder Kabel 1.

    Cast & Crew

    Dies und das

    Betty hatte ihre ersten Auftritte ab 1930 in den Cartoon-Serien „Talkcartoons“ und „Screen Songs“, bevor sie aufgrund ihres Erfolges von 1932–1939 eine eigene Serie bekam. Im Episodenführer sind alle Auftritte verzeichnet.

    Mit Ausnahme des Cartoons „Poor Cinderella“ (1934 in der Serie „Color Classics“) waren alle Betty-Cartoons schwarzweiß. 1972 wurde ein Großteil der Cartoons fürs Fernsehen eingefärbt.

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    US Zeichentrickserie von Max Fleischer (The Betty Boop Show; 1971).

    Betty Boop ist eine moderne Diva des frühen 20. Jh.: frech, attraktiv, sexy, mit treuherzigem Blick und einer großen Portion Mut. Den Mut braucht sie, denn immer wieder gerät sie in gefährliche Situationen, aus denen sie sich befreien muss. Angelegt war die Figur der Betty Boop eigentlich als Mischung aus der Schauspielerin Helen Kane und einem Pudel. Im Gegensatz zu den meisten Cartoon-Charakteren ihrer Zeit verschwand das Tier in der Frau aber bald, und es blieb ein echter gezeichneter Mensch.

    Die Fernsehserie bestand aus den eingefärbten Cartoons, die in den 30er Jahren fürs Kino hergestellt worden waren. Ende 1984 zeigte der Sat.1-Vorgänger PKS bereits einige Kurzcartoons. Die halbstündigen Folgen starteten im folgenden Mai im täglichen Nachmittagsprogramm und wechselten wenig später freitags auf 18.00 Uhr.

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