Deutsche Erstausstrahlung: 24.01.1982 ZDF

    5 tlg. dt. Fernsehspiel von Alf Brustellin und Bernhard Sinkel nach dem Roman von Thomas Mann, Regie: Bernhard Sinkel.

    Schon als Kind kann Felix (Oliver Wehe; als Erwachsener: John Moulder-Brown), Sohn des Ehepaars Krull (Klaus Schwarzkopf und Daphne Wagner), lügen, dass sich die Balken biegen. Dieses Talent sichert ihm ein rasches Fortkommen im Berufsleben, das schon deshalb früher beginnt, weil es ihm gelingt, sich vor dem Militärdienst zu drücken. Vater Krull nimmt sich das Leben, und Onkel Schimmelpreester (Nikolaus Paryla) verschafft Felix einen Job als Liftboy in einem feinen Hotel in Monte Carlo, wo er stiehlt und bald Oberkellner wird. Währenddessen liegen Felix die Frauen, und vor allem die Frauen anderer Männer, reihenweise zu Füßen, darunter die Liebesdame Rosza (Despina Pajanou), die Fabrikantengattin Madame Houpflé (Magalie Noël), die Unterhaltungskünstlerin Zaza (Marie Colbin) und schließlich sowohl die Tochter Zouzou (Georgia Slowe) als auch die Gattin Pia (Vera Tschechowa) von Professor Kuckuck (Fernando Rey), dem Felix nach Lissabon ins Paläonthologische Museum folgt.

    Die Geografie dieser Literaturverfilmung geriet ein wenig durcheinander: Das Pariser Hotel aus dem Roman verlegte die Fernsehfassung nach Monte Carlo, den Rheingau an die Donau und Frankfurt nach Wien. Thomas Manns Roman war 1957 bereits fürs Kino verfilmt worden, Regisseur Sinkel bezeichnete seine neue Version als „respektloser“. „Frivol“ nannte sie das französische Fernsehen und gab dies als Grund an, die Serie lieber nicht einzukaufen.

    Die einstündigen Folgen liefen sonntags um 20.15 Uhr, die ersten beiden Teile wurden am Stück gezeigt. (aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier)

    Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull – Kauftipps

    Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull – Community

    Richard Hebstreit (geb. 1946) am 08.03.2007: Die Musterungsszene war für mich prägend. Ich habe das nicht so fein hinbekommen und mußte leider dienen. 18 Monate. Dienen bei der NVA! Dafür hab ich es dann bei der Armme geschaftt, ein wenig hochstaplerisch zu trixen. Und das hab ich beschrieben in einem Buch. Eine Site gibt es dazu auch im Internet. (www.grenzsoldat.de). Auch das Thema Schelmengeschichte beschäftigt mich schon über 10 Jahre und irgendwann wird ein Roman dazu fertig sein, wo ich Das Thema "Hochstapelei" in allen möglichen kleinen Lebenssituationen beschreibe.
    Kaffee Kalle (geb. 1950) am 08.12.2003: Die BEKENNTNISSE DES HOCHSTAPLERS FELIX KRULL von Thomas Mann waren durchaus gut - und müssen wohl Vorlagen für solche normal Verrückte wie Konrad Kujau (Hitler-Tagebuchfälscher) und Gert Postel (Postbote als Oberarzt in der Psychiatrie, Urkundenfälscher usw. ) sein. Ich hab ein wenig Sympathie mit solchen Leuten-auch wenn der Antrieb kriminelle Energie ist. Immerhin gibt es ja in solchen Fällen 2 Seiten. Die Seite die bescheisst und die sich bescheissen laäässt und bei letzterer muss wohl auch was (psychologisch gesehen ) nicht ganz stimmen.

    Cast & Crew

    Dies und das

    Thomas Manns populärstes und heiterstes Buch um den charmanten Hochstapler Felix Krull wurde bereits 1957 von Kurt Hoffmann mit Horst Buchholz in der Hauptrolle verfilmt. In dem fünfteiligen Fernsehfilm spielt der Engländer John Moulder-Brown die Titelrolle.

    (Hörzu 4/1982)

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