Am laufenden Band

    Am laufenden Band

    D 1974–1979
    Deutsche Erstausstrahlung: 27.04.1974 ARD

    Wort- und Szenespielereien läßt Blödelexperte Rudi Carrell am laufenden Band abrollen. Acht Kandidaten aus vier Familien sollen weder Intelligenz noch Geschicklichkeit beweisen, sondern ihrer Spielfreude freien Lauf lassen. Künstler wie der schweizer Komiker Alfredo treiben den Spaß auf die Spitze fröhlichen Unsinns. (Text: Funk Uhr 17/1974)

    Adaption als Die Post geht ab!
    Neue Version als Am laufenden Band (2014)

    Am laufenden Band – Kauftipps

    Am laufenden Band – Community

    Santiano am 08.08.2016: Erinnert sich noch jemand an die Folge, in der einen Nonne Kandidatin war, die für ihr Waisenhaus aufgetreten ist? Das war eine großartige Sendung! Überhaupt war Rudi ein ganz großartiger Showmaster und wird durch seine wunderbaren Shows in unseren Herzen immer weiterleben! Ich könnte jetzt noch heulen, wenn ich an seinen letzten Auftritt bei der Bambi-Verleihung denke. Dieser Mann ist mit einer solchen Würde abgetreten, daß hat mir eine Gänsehaut gemacht!
    Moritz Litscher am 22.02.2015: Lieber Leute!
    Ich möchte gerne alle Folgen mit Rudi Carrell "Am Laufenden Band" einmal sehen.
    LG Euer Moritz
    Roland Krauthausen (geb. 1962) am 27.01.2015: Ich möchte die Silvester Sendung,, am laufenden Band von 1977 " noch mal sehen.
    Bernd (geb. 1972) am 02.11.2014: Es hatte was, am Samstag Nachmittag bei Kaffee und Kuchen die Wiederholungen von „Am laufenden Band“ zu sehen, und doch war es längst nicht mehr das Gleiche.So schalteten auch wir mal zwischen drin um, weil es doch zu zäh war.
    Was damals tolles Fernsehen war, würde heute kaum noch jemand hervor locken.
    Und dennoch war es schön diese Sendungen mal wieder zusehen und in Erinnerungen zu schwelgen.
    Denn eines hatte Rudi auf jedenfall am Samstag Abend bewirkt, was vielen vermutlich auch deswegen so gut in Erinnerung geblieben ist, nämlich das die Familie gemeinsam mit sah und lachte.
    Danke Rudi, … dolle Show.
    Linther (geb. 1964) am 04.10.2014: In den 70ern war Am laufenden Band eine Fernsehhöhepunkt für meine Eltern und mich.
    Nach einigen Jahren habe ich mir Wiederholungen auf Eins Festival mit großer Vorfreude angeschaut...
    ..Und war enttäuscht.
    Herrn Carrell empfand ich als sehr unangenehm. Ständig schuppste er die Kandidaten herum. "Gehen Sie jetzt da hin", "nein, stellen Sie sich hier hin". Der Gipfel war, als ein Kandidat einen nicht von Carrell erwünschten Gag machte: "Ein bisschen ernsthaft jetzt. Es geht schließlich um Punkte". In lupenreinem Deutsch, ohne Akzent.

    Am laufenden Band – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Große Samstagabend-Spielshow mit Rudi Carrell.

    Vier Kandidatenpaare spielen gegeneinander. Jedes Paar besteht aus Mitgliedern unterschiedlicher Generationen einer Familie. In den ersten Runden müssen die Kandidaten in immer anderen Spielen Improvisationstalent, Menschenkenntnis, Erinnerungsvermögen oder Kreativität demonstrieren, außerdem in Stegreifsketchen Spontaneität und Schlagfertigkeit. Die Paare scheiden im K. o. System aus, das Siegerpaar spielt in der Finalrunde gegeneinander und muss Fragen zur Tagesschau beantworten, die vor der Sendung gelaufen ist. Die Fragen stellt ein echter ARD-Nachrichtensprecher. Der Sieger nimmt vor einem Laufband Platz, auf dem verschiedene kleinere Gegenstände oder Symbole vorbeilaufen. Alles, was der Kandidat davon hinterher richtig aufzählen kann, darf er mit nach Hause nehmen. Hinter den Symbolen verbergen sich auch größere Preise wie Reisen und jeweils ein Überraschungspreis, der durch ein Fragezeichen symbolisiert wird.

    Das Fragezeichen war der einzige Gegenstand, der immer auf dem Laufband war, entsprechend konnte es recht bald von jedem Kandidaten genannt werden. Ein anderes Symbol war z. B. ein Globus, auf dem der Kandidat blind auf eine Stelle tippen sollte, um eine Reise zu diesem Ziel zu gewinnen. Gleich nach der ersten Sendung kam es wegen eines solchen versteckten Gewinns zu gewaltiger Empörung wegen Verschleuderung von Fernsehgebühren. Die Kandidatin sollte blind auf eine beliebige Seite des Branchentelefonbuchs tippen. Hätte sich an dieser Stelle beispielsweise der Eintrag eines Arztes befunden, hätte sie ein Jahr lang die Krankenversicherungsbeiträge erstattet bekommen. Dort stand aber die Adresse eines Immobilienmaklers. Carrell wusste zunächst nicht so genau, was er jetzt tun solle, und die Kandidatin weigerte sich, noch einmal neu hineinzutippen. Also versprach er ihr ein kleines Grundstück.

    Der Niederländer Rudi Carrell schaffte mit dieser Show, die etwa monatlich lief, seinen großen Durchbruch in Deutschland und wurde für Jahrzehnte einer der beliebtesten Fernsehstars. Immer mit dabei war Heinz Eckner, der als Assistent die Kandidaten in die schalldichte Kabine führte und als Sketchpartner den lustigen Dicken gab. Viele prominente Gäste hatten Kurzauftritte als Bestandteil von Spielrunden. Zu Beginn sang Rudi Carrell für die arbeitende, fernsehschauende Bevölkerung immer: „Wir schaffen täglich am laufenden Band, fühlen uns kläglich am laufenden Band. Und sind dann abends total abgespannt, das ist nichts Neues für dich und für mich. Man kann doch auch lachen am laufenden Band. Und Witze machen am laufenden Band.“ Dabei lief er über das laufende Band. Insgesamt 51 Folgen strahlte die ARD aus. Verantwortlicher Produzent war Alfred Biolek. Das laufende Band reaktivierte Carrell später in seiner RTL-Show Die Post geht ab.

    Auch interessant …