Die WEGA wird in erster Linie dann gerufen, wenn es brenzlig wird. 2012 absolvierten die Beamten an die 12.000 Einsätze, was einer Steigerung von 25 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zu den Kernaufgaben der Spezialeinheit gehören auch Einsätze bei Demonstrationen und Großveranstaltungen, die WEGA führte in letzten Jahr 7.310 Sicherungsmaßnahmen durch. Doch die WEGA wird vor allem dann gerufen, wenn Gewalt, bzw. Waffen im Spiel sind – über 1.400 Raufhändel wurden beendet, es gab 148 Festnahmen. Der Arbeitsalltag der Einsatzgruppe ist vielfältig, für Oberst Ernst Albrecht steht das Kürzel WEGA deshalb auch für „Wir Erledigen Gerne Alles“. Und mit diesem hoch motivierten Motto rückt die WEGA Tag für Tag aus. Um Mitglied dieser Einheit zu werden, wird ein Mindestmaß an Außendiensterfahrung verlangt. Man muss zumindest ein Jahr Praxis auf einer Polizeiinspektion vorweisen können und die Auswahlprüfung bestehen. Diese umfasst einen 3000-m-Lauftest, einen Schießtest sowie die Bewältigung eines Taktikparcours unter physischem und psychischem Stress. Außerdem ist ein psychologisches Auswahlverfahren zu bestehen, bei dem Wertehaltungen, emotionale Stabilität, Teamfähigkeit und Motivation geprüft werden. Das Auswahlverfahren an sich dauert sechs Monate und bringt die Anwärter an ihre psychischen und physischen Grenzen. Oberst Ernst Albrecht verlangt von den Anwärtern nicht nur körperlichen, sondern auch geistigen Einsatz, damit die neuen WEGA Polizisten in jeder Situation angemessen handeln und auch bei Verhaftungen nicht überreagieren. Doch nicht jeder scheint für den Beruf des Elite-Polizisten geboren zu sein, schon das erste Schusstraining zeigt Einigen ihre Grenzen auf. (Text: ATV)