„ATV Die Reportage“ lässt sich für 48 Stunden einsperren und zeigt den Gefängnisalltag in Österreich: Morgens um 6 Uhr aufstehen, acht Stunden arbeiten oder manchmal nur im Bett liegen bleiben, Abends entweder Fernsehen oder sich beim Sport erholen – der Alltag von Gefängnisinsassen dürfte den meisten Menschen aus ihrem täglichen Leben bekannt sein. Einziger, aber wesentlicher Unterschied: Häftlinge sind naturgemäß eingesperrt, sie müssen so leben. Und wenn zur Nachtruhe die Tür von außen verriegelt wird, erst dann begreift man, dass sich die Welt in ein Drinnen und Draußen trennt. Die Zelle ist eng, die Einrichtung karg, und nach vier Schritten droht man bereits an die gegenüberliegende Wand zu prallen. „ATV Die Reportage“ porträtiert Gefängnisinsassen und begleitet sie für 48 Stunden (mehrere Kamerateams) in ihrem Gefängnisalltag. Aber auch die andere Seite, die Arbeit der Justizwachebeamten wird gezeigt. Wie die Häftlinge selbst stoßen sie oft an die Grenzen ihrer psychischen Belastbarkeit, denn ihr Beruf ist definitiv nicht zu vergleichen mit den üblichen nine-to-five Jobs. Sie müssen im Knast den reibungslosen Tagesablauf gewährleisten und dabei oft auch gegen den Willen ihrer „Schützlinge“ sich um das „Wohlbefinden“ der Insassen kümmern. Letztendlich sind sie aber für eine wichtige Sache verantwortlich: Sie passen darauf auf, dass sich die Welt für die Häftlinge auch weiterhin in ein Drinnen und Draußen trennt. (Text: ATV)